Suchtprobleme als Herausforderung - Seite 2

- Drogen und Sucht sind keine Randgruppenprobleme,sondern Themen, die alle etwas angehen. Jeder dritte Bundesbürger raucht, über 10 Mio. Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol in riskanter Weise. Suchtprobleme bedeuten individuelle Tragödien für die Betroffenen und zugleich belasten sie die Gesellschaft als Ganzes. Die Bekämpfung der Drogenproblematik ist daher sowohl eine Herausforderung für den suchtkranken Menschen als auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. - Seite 2
 
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Suchtprobleme als Herausforderung
Drogen und Sucht sind keine Randgruppenprobleme,sondern Themen,die alle etwas angehen.Jeder dritte Bundesbürger raucht,über 10 Mio.Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol in riskanter Weise.Suchtprobleme bedeuten individuelle Tragödien für die Betroffenen und zugleich belasten sie die Gesellschaft als Ganzes.Die Bekämpfung der Drogenproblematik ist daher sowohl eine Herausforderung für den suchtkranken Menschen als auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
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Tags: drogen abhaengigkeit suchthilfe
Einträge: 20 Kategorie: Gesundheitstipps & Ratgeber Export
hinzugefügt am: 29.01.2009 - 13:38:29 aktualisiert am: 15.08.2010 - 19:02:42
 
   
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Neue Trend - Droge für Jugendliche?
Das Schmerzmedikament Tilidin ist die neue Trend-Droge im Berliner Problembezirk Neukölln.Seit ca.5 Jahren greifen immer mehr Jugendliche mit muslimischem Hintergrund danach,wahrscheinlich,weil ihnen aus kulturellen Gründen der Konsum von Alkohol und Drogen verboten ist.Tilidin wird als Medikament angesehen.Im medizinischen Gebrauch wird die Substanz bei starken Schmerzen eingesetzt wie zum Beispiel nach einer Operation oder bei Tumorpatienten.Es scheint im Moment ein völlig auf Berlin begrenztes Phänomen zu sein.Häufig sind das junge Männer mit Migrationshintergrund.Tilidin gehört zur Gruppe der Opiate.Und die sind seit ungefähr zehn Jahren als Loser-Droge verschrien.Die meisten drogenaffinen Jugendlichen greifen eher zu Cannabis,Amphetaminen oder zu Kokain.Mit einer Ausnahme:Türkisch und arabischstämmige Jugendliche mit muslimischem Hintergrund.Das liegt womöglich daran,dass in der Türkei Opium noch einen hohen Stellenwert hat und insofern die Attraktivität dieser Substanz kulturell überliefert wird.Das Medikament hat einen euphorisierenden Effekt,wirkt aber nicht so stark wie Morphium.Im Gegensatz zu den meisten Opiaten hat Tilidin auch einen leicht antriebssteigernden Effekt.Außerdem führt es zu Wahrnehmungsstörungen und eingeschränktem Urteilsvermögen.Auch die Aufmerksamkeits und Gedächtnisfunktion wird herabgesetzt.Trotzdem gilt es in der Schmerztherapie als relativ nebenwirkungsarm und hocheffektiv,zum Beispiel bei Tumorpatienten oder nach Operationen.Allerdings ist die psychische Abhängigkeit in kurzer Zeit sehr hoch. Die Wirkung kann von den Betroffenen häufig überhaupt nicht abgeschätzt werden. Hinzu kommt,dass das Medikament eine Wirkungsverzögerung von ungefähr einer halben Stunde hat.Das führt oft dazu,dass die Konsumenten noch nachlegen.Wenn man beispielsweise eine ganze Flasche mit 100 ml austrinkt,können schwere Komplikationen auftreten wie Bewusstseinseintrübungen bis hin zum Koma.Im schlimmsten Fall kommt es zum Atemstillstand.Bei Überdosierung muss sofort der Notarzt gerufen werden.
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Eintrag vom: 08:34:00 - 10.10.2009
Die Entstehung von Suchtverhalten
Suchtverhalten entsteht in der Regel dann,wenn der Einzelne nach Wegen sucht,seinem Leben Bedeutung zu geben und Befriedigung zu erlangen,dies jedoch nicht auf normalem Wege erreichen kann.Hierbei können sowohl exzessive Verhaltensweisen,nichtstoffliche Süchte als auch Drogen eine Rolle spielen.Drogen vermögen die fehlenden Glücksgefühle auszulösen,denn das mesolimbische mesokortikale Dopaminsystem ist auch die gemeinsame Endstrecke des Angriffspunkts von Suchtstoffen wie Kokain,Alkohol,Amphetaminen,Haschisch etc.Diese Stoffe bewirken die Freisetzung von Dopamin und körpereigenen Opiaten,ohne dass dafür etwas getan werden muss. Drogen wirken nicht bei allen Menschen gleich und führen nicht bei allen zur Abhängigkeit.Ein Faktor ist z.B. die genetische Prädisposition.Auf jeden Fall wirken Drogen stärker belohnend als natürliche Belohnungsstoffe und situationen.Allerdings brauchen Körper und Psyche nach einiger Zeit die Zufuhr der Droge,um ihren Normalzustand aufrecht zu erhalten. Die Droge verliert schnell ihre positive Wirkung,da sich das körpereigene System umstellt.Recht schnell wird die Droge nur noch genommen,um Entzugserscheinungen, also negative emotionale / schmerzhafte Zustände,zu bekämpfen.Fatalerweise wertet das Limbische System dies ebenfalls als Belohnung.Essstörungen entstehen häufig,wenn eine Diät – meist in Kombination mit Sport – in einer depressiven Phase begonnen wird.Sportliche Erfolge und Gewichtsabnahme werden von der Gesellschaft belohnt und führen so zu emotionaler Befriedigung.Der Körper reagiert auf die für ihn bedrohliche Situation des Abnehmens mit der Ausschüttung von Endorphinen,das Wohlbefinden wird zusätzlich gesteigert.Irgendwann kann das Verhalten allerdings nicht mehr gesteigert werden,um das Verlangen nach Endorphinen zu befriedigen.Es kommt zum Zusammenbruch.In ähnlicher Weise verlieren auch exzessive Verhaltensweisen schnell ihre Wirkung, wenn sie den grundlegenden emotionalen Mangel nicht beseitigen können oder vom Limbischen System auf Dauer nicht entsprechend belohnt werden.Die Reizschwelle muss immer höher gesteckt werden,um den sogenannten Kick auszulösen.Da die beschriebenen Prozesse im Wesentlichen unbewusst ablaufen, vermag Einsicht unser Handeln kaum zu verändern,so lange das Limbische System nicht konform mit dieser Einsicht geht.
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Eintrag vom: 16:09:00 - 09.10.2009
Das süchtige Gehirn
Ein feiner Streifen weißen Pulvers auf einem kleinen Spiegel.Eine Spritze.Ein Löffel.Fatalerweise genügt dem Drogenkonsumenten noch nach Jahren oft schon der Anblick des Zubehörs,um nach dem "Kick" zu gieren:dem intensiven Glücksrausch,in dem sich der Betreffende im absoluten Einklang mit sich und der Welt wähnt,alle Sorgen und Schmerzen abfallen,die Gedanken und Sinne scharf und klar,die Gefühle stark und warm erscheinen.Nur hält der Zustand des "Flash" nicht lange an.Wer nun aber wiederholt zu der Suchtdroge greift,wird bald merken,dass sich in ihm etwas verändert.Damit die Hochstimmung aufkommt,muss er die Ration steigern.Und allein um sich wie früher einfach nur normal zu fühlen und im Alltag zurechtzukommen,braucht er jetzt seine Droge.Ohne sie ist er niedergeschlagen und fühlt sich schwach,ja sogar körperlich krank. Das Potenzial,Sucht zu erzeugen,haben nicht nur "harte" Drogen wie Heroin oder Kokain,sondern beispielsweise auch "Speed" (Amphetamine),Alkohol und Nikotin.Der Drogensüchtige erlebt einen Teufelskreis:Bald verliert er die Kontrolle über den Konsum,und das "Craving" – der unbezwingbare Drang,sich den Stoff erneut zuzuführen – gewinnt nach jedem Trip schnell wieder überhand.Die Droge bestimmt nun das Leben.Auf Dauer schädigt sie nicht nur die Gesundheit des Betreffenden,sondern der Süchtige gerät auch schnell in finanzielle und soziale Schwierigkeiten.Rauschgifte aktivieren im Gehirn das so genannte "Lust" oder "Belohnungssystem".Dabei handelt es sich um tief liegende komplexe neuronale Schaltkreise,die zu dem Wohlgefühl etwa nach einem guten Essen oder nach dem Geschlechtsverkehr beitragen.Auch beispielsweise ein netter Witz,der Anblick eines schönen Gesichts oder der Gedanke an ein großes Sparkonto aktivieren dieses System.Biologisch gesehen hilft das Belohnungssystem des Gehirns normalerweise dem Organismus,das Richtige zu tun, um zu überleben und sich fortzupflanzen.Seit Neurobiologen das Lustzentrum vor fünfzig Jahren zufällig entdeckten,haben sie schon eine Menge über die an Sucht beteiligten zellulären und molekularen Mechanismen herausgefunden.Immer besser beginnen sie auch zu verstehen,wieso Drogen Sucht erzeugen und wieso sich dies praktisch lebenslang in die Strukturen des Belohnungssystems eingräbt.Das erhellt die scheinbare Widersprüchlichkeit zwischen der Gewöhnung an die Substanz – der "Toleranz" – einerseits und der "Sensitisierung" (der überempfindlichen Reaktion auf den Suchtstoff ) andererseits: Zwar benötigt der Betroff ene immer mehr davon für die gleiche euphorisierende Wirkung,die Nervenschaltkreise stumpfen sozusagen dagegen ab – und doch reagiert der Organismus immer intensiver auf die Droge.So kommt es,dass der Drang,sich die Substanz unverzüglich verpassen zu müssen,immer leichter entsteht.Noch nach Jahren kann dieses Bedürfnis beim winzigsten Anlass unwiderstehlich hervorbrechen.Schon schlechte Stimmung kann dazu genügen.Könnte man das Suchtgedächtnis sozusagen wieder leeren oder diese Gedächtnisspeicher verschließen,würde vielen Drogenopfern zu einem unbeschwerteren Leben verholfen.
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Eintrag vom: 17:18:00 - 22.07.2009
Cannabisabhängigkeit
Erst in der jüngsten Vergangenheit wurden in der Forschung Belege dafür erbracht dass der dauerhafte Konsum von Cannabis mit Toleranzentwicklung und Entzugserscheinungen einhergehen kann. Beides sind wesentliche Kriterien für das Vorliegen einer körperlichen Abhängigkeit. Allerdings ist die körperliche Abhängigkeit bei weitem nicht so stark ausgeprägt wie beispielsweise bei Alkohol oder Opiatabhängigen.Die psychische Abhängigkeit,die mit dem starken Wunsch verbunden ist,zu konsumieren,kann jedoch intensiv ausgeprägt sein. Betroffene Cannabiskonsumenten können den Konsum nicht mehr reduzieren oder haben bereits einige erfolglose Versuche hinter sich,den Konsum zu beenden.Man geht davon aus,dass etwa 4% - 7 % aller Cannabiskonsumenten eine Abhängigkeit entwickeln.Die Gefahr,abhängig zu werden,ist nicht für jede/n Konsumierende/n gleich.Je nachdem,in welchem Maße so genannte psycho-soziale Risikofaktoren vorliegen,kann eine Person mehr oder weniger gefährdet sein,eine Abhängigkeit zu entwickeln.So geht man davon aus,dass psychische Probleme wie beispielsweise Depressionen das Risiko erhöhen,Cannabis im Sinne einer »Selbstmedikation zu missbrauchen.Somit liegt das »wahre« Problem in vielen Fällen nicht primär in der Substanzwirkung,sondern in der psychischen Grundproblematik begründet.Als ein wichtiger Risikofaktor gilt vor allem der frühe Einstieg in den regelmäßigen Cannabiskonsum:Je früher bereits regelmäßig Cannabis geraucht wird,desto wahrscheinlicher entwickeln sich später z. B. Abhängigkeitsprobleme.Als weitere Risikofaktoren sind auch der frühe Einstieg in den Zigaretten und Alkoholkonsum zu nennen.Das Risiko des Umstiegs auf andere »härtere« Drogen wurde lange Zeit unter dem Stichwort »Einstiegsdroge« kontrovers diskutiert.Dabei wurde die Beobachtung,dass fast alle Heroinabhängigen früher Cannabis geraucht hatten,zum Anlass genommen,Cannabis für den Umstieg auf Heroin verantwortlich zu machen.Was für Heroinabhängige rückblickend stimmt,trif ft jedoch nicht auf Cannabiskonsumenten zu.Tatsächlich steigt nur ein sehr kleiner Teil der Cannabiskonsumenten auf andereDrogen um.
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Eintrag vom: 10:14:00 - 21.07.2009
Mehrfachabhängigkeit
Mehrfachabhängigkeit tritt mit ziemlicher Sicherheit in allen Gruppierungen auf,die in irgendeiner Form Substanzmissbrauch betreiben.Diese Entwicklung konnte ich in meiner eigenen Biografie immer wieder erleben.Zudem spielen unterschiedliche Muster des Gebrauchs von persönlichkeitsverändernden Substanzen zwischen den Geschlechtern eine große Rolle.Hier sind besonders auch drogenabhängige Frauen und Mädchen betroffen,die ansteigend polytoxikoman werden und alkohol und vor allen Dingen aber auch medikamentenabhängig werden.Mit der Medikamentenabhängigkeit und dem sog.Beikonsum stellt sich das noch immer zentralste Suchtthema von Frauen,wobei verschiedene Suchtformen,wie Essstörungen,starkes Rauchen und gleichzeitige Alkoholabhängigkeit diese Sucht begleiten.In der Altersgruppe der 18-59 – jährigen Frauen zeigen ca. 720.000 einen missbräuchlichen Alkoholkonsum und ca. 450.000 müssen als alkoholabhängig angesehen werden.30-45.000 Frauen sind von illegalen Drogen abhängig oder treiben in erheblichem Maß Missbrauch damit.In ihrem Essverhalten zeigen sich 11-30% der Bevölkerung gestört.Das entspricht einer Zahl von 8 Mio. Menschen.Davon sind 95% Frauen und Mädchen.Männer zeigen sich davon offenbar nur sehr wenig betroffen.1.125.000 Frauen konsumieren Arzneimittel in problematischer und riskanter Weise bzw.sind von Medikamenten abhängig.8 Mio. Frauen in Deutschland rauchen ,wovon 5 bis 6 Mio.als nikotinabhängig bewertet werden müssen.Dabei ist gerade das Rauchen als sehr besorgniserregend einzuschätzen.In der Gruppe der Mädchen und jungen Frauen (14-27 Jahre) gibt es in Deutschland die höchsten Zuwachsraten.Diese Entwicklung hat sicherlich mannigfaltige Gründe,doch wird von Fachleuten die Fehleinschätzung von Emanzipation im Sinne von Abgrenzung zum anderen Geschlecht,den Eltern und zu gesellschaftlichen Werten in den verschiedenen Kontexten als einer der Hauptgründe angesehen. Bedenklich ist hierbei das Ergebnis einer dänischen Langzeitstudie zu sehen,welche das Rauchen für Frauen weitaus gefährlicher als für Männer beschreibt.Für Frauen birgt schon der Konsum von 3-5 Zigaretten täglich ein doppelt so großes risiko als für Männer,bei denen eine kritische Marke erst bei der doppelten Menge erreicht ist.Zudem wird als Ergebnis der Zunahme beim Tabakmissbrauch von Frauen,die im Zeitraum von 2004 – 2009 um 60% gestiegene Häufigkeit von Lungenkrebs als Hauptursache angesehen.Illegale Drogen spielen bei den Polysüchtigen eine große Rolle,zudem fallen Sie durch die höchsten Anteile an Essstörungen und veränderten Kaufverhaltens auf.Daraus resultiert im Zusammenhang mit der Problemstellung der zunehmenden Mehrfachabhängigkeit die Forderung nach einer besseren Förderung suchtspezifischer Angebote für Frauen.
http://poprockhipphopp.blogspot.com/2009/07/mehrfachabhangig ...
Eintrag vom: 14:37:00 - 20.07.2009
Brennpunkt Drogen
In Deutschland ist die Zahl der Rauschgifttoten deutlich gestiegen.Nun setzt die Politik auf Hilfe statt Strafe.Sie sind blass,abgemagert,apathisch,gierig nur auf den nächsten Schuss Heroin: die Fixer.Ihr Elend schockiert seit Jahrzehnten die Öffentlichkeit.Junkietreffs wie das Frankfurter Bahnhofsviertel gelten als Hochburgen von Prostitution und Beschaffungskriminalität. Das Engagement von Polizei und Behörden gegen die Drogenhölle gleicht bislang dem Kampf von Herakles gegen die mehrköpfige Hydra – es scheint hoffnungslos.Fast 2000 Menschen starben 1999 den Drogentod.Rauschgiftfahnder stellten knapp 800 Kilogramm Heroin sicher,16 Prozent mehr als im Vorjahr.Um den Drogensumpf langfristig auszutrocknen,setzt die rot-grüne Regierung auf „Hilfe statt Strafe“ für Süchtige.So sollen Ärzte neben der Ersatzdroge Methadon künftig auch Heroin an verelendete und nicht therapiefähige Abhängige verabreichen dürfen.Mit der Techno-Bewegung hielt ein ganzes Arsenal neuer Rauschmittel auf Partys und in Diskotheken Einzug.Eine weitere Entwicklung: „Der Mischkonsum ist der Trend der 90er-Jahre“,sagt der Berliner Drogenexperte Tibor Harrach.Von Haschisch über Ecstasy und LSD bis Kokain ziehen sich viele Jugendliche alles rein,was schnell „high“ macht.Letzter Schrei: Ökodrogen.Sie heißen Kawa-Kawa,Ayahuasca oder Baby Woodrose.In „Headshops“ oder im Internet sind die Substanzen für jedermann zu haben.Im Vorjahr beschlagnahmte die Polizei erstmals mehr als 40 Kilo illegaler „Psilo-Pilze“.Problem Nummer eins jedoch sind die legalen Drogen: An den Folgen von Alkohol und Tabaksucht sterben in Deutschland jährlich etwa 140 000 Menschen.
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Eintrag vom: 12:16:00 - 20.07.2009
Polytoxikomanie – mehr als abhängig?
Die differenzierte Betrachtung von Suchtmittelkonsum und Abhängigkeitserkrankungen stehen immer wieder in unterschiedlicher Dichte im Mittelpunkt fachlicher Diskussionen.In immer mehr Fachkliniken und stationären Einrichtungen werden Menschen therapeutisch behandelt,welche zum Kreis der Mehrfachabhängigen zählen. Es ist mittlerweile Realität,dass es in Deutschland zunehmend weniger Konsum mit nur einem Suchtmittel gibt,sondern vielmehr die sog. Polytoxikomanie (Konsum mehrerer Suchtmittel)weiter voranschreitet.Dadurch entsteht auch für die Suchtselbsthilfegruppen,die sich vorrangig in ihrem Arbeitsverständnis noch auf ein Grundsuchtmittel,seien es nun Alkohol oder illegalen Drogen oder Medikamente,verstehen,ein neuer Kontext.Der Genesungsverlauf der Suchterkrankung erhält eine sehr viel schwerer einzuschätzende Dynamik,bezogen auf Abstinenz und Genesungsabsichten der betroffenen Menschen.Polyvalente Abhängigkeitskranke bleiben nach kurzer Teilnahme weg,da sie sich mit den,aus ihrer Sicht spezifischen Problemen „ihrer Sucht“,zu wenig „abgeholt“ fühlen.Mit dem Begriff "Polytoxikomanie" oder der aktuellen medizinischen Diagnose "psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum anderer psychotroper Substanzen“ wird die Abhängigkeit von mehreren Suchtstoffen bezeichnet, z.B. von Alkohol plus Schlafmitteln.Oder illegale Drogen und Aufputschmittel.Bei diesem Mischkonsum werden neben einem „Grund-Suchtmittel“ (sog. Grundkonsum) eine bis mehrere verschiedene Substanzen nebenher konsumiert.Dieses Phänomen tritt bei schwer Drogen oder Medikamentenabhängigen und bei einem längeren Abhängigkeitsverlauf besonders häufig auf.Alkohol spielt beim Auftreten von Polytoxikomanie meist eine große Rolle.Sei es als Grundsuchtmittel oder als begleitender Konsum.Die Mischung von legalen und illegalen Stoffen wird immer mehr zur Norm,wobei sich in stärkerem Maße parallel zur Drogenabhängigkeit oft eine Alkohol und Medikamentenabhängigkeit entwickelt.Ein wichtiges Kriterium ist dabei aber,dass nicht entschieden werden kann,welche Substanz die Abhängigkeit bzw.Störung ausgelöst hat,zumal Betroffene oft gar nicht genau wissen,was Sie eingenommen haben.In den letzten Jahren hat sich in der Suchtselbsthilfe der Gedanke der sog.„anderen Süchte“ immer mehr verbreitet. Damit ist die Zusammenfassung von allen Substanz – und nicht - stoffgebundenen Süchten,wie da sind Glücksspielsucht,Co-Abhängigkeit,Esssucht usw.gemeint.Bei der Betrachtung des Themas der Mehrfachabhängigkeit ist im allgemeinen nur der Teil der sog.stoffgebundenen Süchte gemeint und ist somit auch nur Gegenstand dieses Artikels.
http://poprockhipphopp.blogspot.com/2009/07/polytoxikomanie- ...
Eintrag vom: 14:05:00 - 19.07.2009
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